fbpx
  • Home
  • blog

Dein Pferd in neuer Umgebung – so gibst Du Deinem Pferd Sicherheit

Auch wenn wir uns im Vorfeld meistens viele Gedanken machen, wie der richtige Stall für unsere Pferde aussieht, passiert es trotzdem immer wieder, dass wir den Stall wechseln müssen.

Ganz egal ob sich unsere Lebensumstände (und unser Lebenmittelpunkt) verändert haben oder es für das Pferd nicht mehr passt:

Ein Stallwechsel bedeutet eigentlich immer Stress für beide Seiten.

Doch du kannst natürlich etwas tun, um deinem Pferd den Wechsel so angenehm wie möglich zu machen.

Was du tun kannst

Als allererstes kommt es darauf an, dass du dich nicht verrückt machst. Denn je angespannter du bist, desto angespannter wird auch dein Pferd.

Es liest deine Emotionen, kann sie nicht einordnen und lässt sich davon „anstecken“.

Versuche also vor allem selbst ruhig zu bleiben und deinem Pferd Sicherheit zu vermitteln. Sei sein „sicherer Hafen“, den es überall mit hin nehmen kann und der ihm immer wieder Momente zum durchatmen und entspannen gibt.

Die Typfrage

Wie bei allem ist es dann in erster Linie ein Frage des Charakters deines Pferdes, wie du es am besten bei der Umgewöhnung unterstützt.

Denn jedes Pferd reagiert anders auf eine Umstellung: Manche sind völlig aufgedreht und andere fast teilnahmslos.

Du kennst dein Pferd am besten, daher ist es an dir, die passende Entscheidung zu treffen, was deinem Pferd hilft und was nicht.

Arbeit vs. Pause?

Für die meisten Pferde ist ein neues Umfeld, ein neuer Stall, neue Abläufe und vielleicht auch eine neue Herde erstmal sehr viel Input.

Es gibt viel zu sehen, neue Gewohnheiten zu etablieren und seinen Platz zu finden. Oft ist die Konzentration der Pferde daher nicht wirklich auf der Höhe – sie sind schnell abgelenkt und mit dem Kopf ganz woanders.

Viele Pferde fühlen sich dennoch wohl, wenn du ihnen von Anfang an während eures Trainings den gewohnten Rahmen bietest.

Du solltest dabei nicht unglaublich streng sein, aber trotzdem konsequent!

Denn eure Regeln gelten – ganz egal, was außen herum passiert. Das bietet deinem Pferd Sicherheit und damit auch ein Stück Geborgenheit, auch wenn wir im ersten Moment oft dazu neigen, unsere Pferde zu bemitleiden und Rücksicht auf sie zu nehmen – doch das hilft ihnen in dem Fall nicht weiter.

Pferde wünschen sich vor allem eins: Souveräne Führung und Stabilität – und das kannst du ihm in eurer Zweier-Herde immer bieten!

Ganz egal in welcher Umgebung. Du solltest lediglich das Pensum eures Trainings anpassen.

Fällt es deinem Pferd beispielsweise extrem schwer sich zu konzentrieren, darf die Trainingseinheit gerne etwas kürzer ausfallen als sonst.

Du solltest dein Pferd aber trotzdem dazu auffordern, konzentriert mitzuarbeiten – ihm die Aufgabe aber so einfach wie möglich machen.

Steht die neue Herde nämlich direkt nebenan, wird es für dein Pferd schwer, abzuschalten und mitzudenken – denn gedanklich ist es vielleicht bei den anderen Pferden, den Rangeleien zwischen den einzelnen Herdenmitgliedern, seinem neuen Rang und nicht bei eurem Training.

Seid ihr stattdessen für euch, z.B. in einer Reit- oder Longierhalle ist es viel leichter, den Fokus deines Pferdes auf dich zu lenken und mit eurem gewohnten Training eine Konstante zu schaffen, die deinem Pferd Sicherheit gibt.

Ist es auch dort sehr abgelenkt, kannst du auch versuchen, ganz bewusst Entspannungsmomente für dein Pferd zu schaffen.

Meine Pferde fahren zum Beispiel in der Bergziege total „herunter“ und entspannen sich.

Es liegt vor allem an dir, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich dein Pferd auf dich und euer Training einlassen und dabei entspannen kann.

Hast du aber ein sehr hibbeliges und nervöses Pferd, sind solche Entspannungsübungen zwar sinnvoll, doch oft fallen sie den Pferden „frisch“ recht schwer.

Sorge bei solchen Pferden deshalb besser vorher dafür, dass sie sich entsprechend bewegen und auspowern können (z.B. an der Longe), denn auch das baut oft Stress ab.

Achte nur darauf, dass sich dein Pferd in der Bewegung nicht „hochspult“, sondern weiterhin auf dich und deine Signale achtet, dann schlägt der Bewegungsanreiz auch nicht ins Gegenteil um.

Es kann jedoch auch sein, dass es für dein Pferd besser ist, das Training zu reduzieren. Ich empfehle allerdings nie, das Training bzw. eure gemeinsame Zeit ganz weg zu lassen. Schließlich bist du in der neuen Umgebung mit den neuen Pferden der Partner, der deinem Pferd erhalten geblieben ist.

Das Bekannte im Unbekannten – eben der sichere Hafen.

Und selbst wenn an Training nicht wirklich zu denken ist, wird deinem Pferd ein Ausflug zum Putzen, Kuscheln oder Grasen gut tun, um den vielen neuen Eindrücken gelassener gegenüberzutreten.

Wundere und ärgere dich auf jeden Fall nicht, wenn dein Pferd nicht wie gewohnt reagiert – es ist tatsächlich eine große Sache, wenn sich das Lebensumfeld seines Pferdes und vielleicht sogar seine ganze Herde ändert. Das braucht Zeit! Und natürlich auch Verständnis von deiner Seite.

Lass dein Pferd mit alldem auf keinen Fall alleine und sei sein verlässlicher Partner – dann kann eure Beziehung durch neue und / oder schwierige Situationen sogar noch enger werden!

Übrigens können auch einzelne Lektionen helfen, um das Selbstbewusstsein deines Pferdes zu stärken. Vor allem der Spanische Schritt eignet sich gut, um mehr Mut zu fassen, wenn dein Pferd z.B. Angst vor einem Gegenstand hat.

Geht es im Spanischen Schritt darauf zu, ist die Furcht oft viel schneller überwunden, weil das Pferd sein Imponiergehabe zeigen konnte 😉

In diesem Video erkläre ich dir, warum sich das Verhalten deines Pferdes überhaupt durch das Training verändert. Denn das Training bewirkt etwas in deinem Pferd – und oft auch bei dir!

 

Mit meinen Pferden auf Tour

Am Ende gibt es natürlich auch einfach Pferde, die mit einer neuen Umgebung besser und schlechter zurecht kommen. Oft ist es aber auch einfach eine Frage der Routine.

Wenn ich mit meinen Pferden auf Tour bin, müssen sie sich meist recht schnell in einer neuen Umgebung zurecht finden.

Dabei helfen ihnen einerseits natürlich ihre Pferdefreunde, die sie in diesem Fall immer dabei haben, andererseits gibt es vor allem bei Shows gewisse Routinen, die sich nicht verändern.

Die Boxen im Stallzelt bleiben beispielsweise immer die gleichen. Genauso wie die Nachbarn. Und auch die Abläufe sind immer sehr ähnlich. Die Pferde werden zu festen Uhrzeiten gefüttert und trainiert und auch die Shows folgen einem wiederkehrenden Ablauf. Das ist für die Pferde sehr wichtig, weil es ihnen Routine und Sicherheit gibt.

Trotzdem sind solche Abläufe (Mehrere Shows an jedem Wochenende in einer anderen Stadt) für die Pferde natürlich mental anstrengend und sie müssen entsprechend vorbereitet werden.

Außerdem müssen sie eine gewisse Reife mitbringen. Ein sehr junges Pferd, dass eher unsicher ist, wird mit so einer Situation nur schlecht zurecht kommen, weil es die vielen Eindrücke aufgrund seiner Konzentrationsfähigkeit gar nicht verarbeiten kann.

Trotzdem gilt auch hier: Früh übt sich, wer später ein Meister sein will😉

Mit jungen Pferden macht es deshalb weder körperlich noch geistig Sinn, direkt das „volle Programm“ zu starten. Doch kleine Ausflüge und gutes Training machen es sicherer – selbstbewusster.

Jede neue Situation, die gut überstanden und auf eine positive Weise abgespeichert werden konnte, vergrößert nach und nach die Komfortzone deines Pferdes. Es kommt dabei auf kleine Schritte an – die mit deinem Pferd wachsen.

Doch nicht alle Pferde sind für solche Extremsituationen gemacht.

Jedes Pferd hat andere Talente!

Es sollte also immer dein Ziel sein, die Talente deines Pferdes zu finden und zu fördern. Auch an Schwächen kann man arbeiten – aber es macht oft einfach weniger Spaß. Und die Freude an eurer gemeinsamen Zeit sollte immer im Vordergrund stehen!

In diesem Sinne wünsche ich dir vor allem eine schöne Zeit mit deinem Pferd und einen möglichst entspannten nächsten Umzug oder Ausflug 😉

Alles Liebe,

Deine Kenzie

"So startest Du erste Führübungen in der Freiarbeit..."

DIE ERSTE FÜHRÜBUNG

Mein 3-teiliges, kostenloses Onlineseminar

06
TAGE(N)
:
 
02
STUNDEN
:
 
08
MinuteN
:
 
35
SEKUNDEN

You missed out!

Mein 3-teiliges, kostenloses Onlineseminar

06
TAGE(N)
:
 
02
STUNDEN
:
 
08
MinuteN
:
 
29
SEKUNDEN

You missed out!