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Dein Pferd als Lehrmeister – so profitierst Du von eurem gemeinsamen Training

Der Trend geht eindeutig zum Zweitpferd, oder? Schließlich sind Pferde Herdentiere… 😉

Spaß beiseite:

Heute möchte ich mir dir darüber sprechen, warum jedes Pferd ein Lehrmeister ist.

Und warum du von jedem Pferd etwas lernen kannst. Mit mehreren Pferden zu trainieren, kann deine Fähigkeiten als Trainer sogar unheimlich steigern!

Doch dazu gleich mehr.

Eine Frage des Charakters

Wir haben uns ja schon öfter darüber unterhalten, dass jedes Pferd seine ganz eigenen Charakterzüge, Talente und Vorlieben mitbringt.

Und dass es sinnvoll ist, diese im Training zu berücksichtigen. 

Denn nicht nur dir sondern auch dem Pferd macht es langfristig natürlich mehr Spaß, wenn du seine Stärken und Vorlieben förderst anstatt zu versuchen seine Schwächen zu kaschieren – da sind Pferde wohl ähnlich wie wir Menschen 😉

Damit meine ich natürlich nicht, dass auch ein eher ungünstiges Pferd gymnastiziert werden muss, um gesund zu bleiben – und dass dieses Training für das Pferd auch schon mal anstrengend werden kann.

Es geht mir viel mehr um deine Fähigkeit als Trainer, dich auf jedes Pferd mit seinen Besonderheiten neu einzustellen. Und ihm das bestmögliche und motivierendste Training zu schenken, das du leisten kannst.

Denn Schema F wird uns nicht bei jedem Pferd weiter bringen – Gefühl, Gefühl und nochmal Gefühl aber schon!

Selbstreflexion – Welcher Trainertyp bist du?

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, was dir als Trainer deines Pferdes besonders leicht fällt? 

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Menschentypen:

Den Menschen, der Pferde grundsätzlich eher beruhigt und „langsamer“ macht und den Menschen, der mehr Energie ins Pferd bringt und es „wach“ macht. 

Wie du dir vorstellen kannst, passen zu jedem Typ Mensch andere Pferdetypen – und es lohnt sich, sich der Kombination bewusst zu werden.

Denn die Königsdisziplin ist es, sich auf das jeweilige Pferd und seinen Typ flexibel einstellen und es entsprechend trainieren zu können.

Doch das erfordert nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch sehr viel Selbstkontrolle.

Das ist übrigens auch der Grund, warum jedes Pferd grundsätzlich einen Deckel finden kann mit dem ihm alles „leicht“ fällt.

Doch auch wenn du eher das Pferd bekommen hast, dass du brauchst um dich weiter zu entwickeln, kannst du als Mensch dich zum perfekten Deckel formen – Zeit, Geduld und das nötige Wissen sind hier neben viel Gefühl der Schlüssel.

Wahrscheinlich weißt du aber schon jetzt, ob du dich eher auf den spritzigen Pferden Zuhause fühlst oder du dich auf einem gemütlichen Vertreter wohl fühlst.

Doch das gibt dir nicht unbedingt Aufschluss darüber, zu welchem Trainertyp du gehörst.

Denn gleich und gleich gesellt sich gut – aber auch Gegensätze ziehen sich an 😉 

Das Spiel mit der Energie

Die Antwort kann dir vor allem dein eigenes Energieniveau geben.

Bist du eher quirlig und lebendig und sprudelst nur so vor Energie? Oder ruhst du in der selbst, bist eher der achtsame, langsame Typ, der erst einmal tief durch atmet anstatt sich direkt auf eine Aufgabe zu stürzen?

Auch wenn du dich in keinem dieser Beispiele erkennst – es sind auch alle Abstufungen dazwischen und Mischtypen möglich.

Doch spannend wird es jetzt, wenn du deine Ausstrahlung und Energie ganz gezielt und bewusst einsetzt.

Am besten kannst du tatsächlich testen, welcher Typ du bist und wie flexibel du bist, wenn du direkt hintereinander mit mehreren Pferden arbeitest.

Denn selbst wenn du ein ähnliches Trainingsziel sowie einen ähnlichen Trainingsaufbau im Kopf hast, wird jedes Pferd etwas anderes von dir verlangen, um zum selben Ziel zu kommen.

Stell dir als Beispiel vielleicht das um dich herum zirkeln im Trab vor.

Das Ziel ist es, dass das Pferd entspannt, aber gebogen und aufmerksam um dich herum trabt.

Hast du nun den feurigen Araber an der Hand, der vor Energie nur so sprudelt und kaum zu bremsen ist, wird es deine Aufgabe sein, Ruhe auszustrahlen und ihm durch deine Energie und eine sehr ruhige Körpersprache mit nicht allzu viel Spannung etwas Wind aus den Segeln zu nehmen.

Schließlich soll er nicht um dich herum galoppieren, sondern entspannt traben.

Hast du anschließend einen eher gemütlichen Norweger an der Hand, der sich fortwährend die Frage zu stellen scheint, wie er am besten Energiesparen kann und ob sich der Aufwand tatsächlich lohnt, ist deine Aufgabe eine andere.

Würdest du nämlich mit der gleichen Energie wie beim Araber, tief atmend und entspannter Körperhaltung um den Trab bitten, würde vermutlich nicht viel passieren – je nachdem wie sensibel unser Norweger ist. 

Wir wollen natürlich nicht Pferderassen grundsätzlich über einen Kamm scheren.

Ich versuche dir hier nur ein besseres Bild im Kopf zu vermitteln, auch wenn das fernab der Realität natürlich viel zu sehr in Schubladen gedacht ist 😉 

Der Norweger in unserem Beispiel braucht also vermutlich mehr Energie von dir als Trainer, um in Bewegung zu kommen. Hier kannst du dich zackiger bewegen, mehr Spannung in deinen Körper bringen und bewusst einatmen, um „Leben“ ins Training zu bringen – ohne das dein Pferd wie von der Tarantel gestochen los springt.

Je nach Pferd gilt es nun auch das Traben auf dem Zirkel grundsätzlich anders aufzubauen.

Hast du ein Pferd das schnell lernt, solltest du die Aufgaben, die du ihm stellst, bewusst abwechseln, um es nicht zu langweilen.

Wenn du eine Aufgabe zu oft wiederholst, demotivierst du diesen Typ sogar, denn dein eifriger Schüler bekommt das Gefühl es einfach nicht richtig machen zu können – sonst könntet ihr ja zur nächsten Challenge übergehen.

Hast du allerdings einen eher langsameren Lerntyp, kann es helfen einige Wiederholungen einzubauen, um für Routine zu sorgen.

Dein Pferd hat dadurch etwas, woran es sich orientieren kann und lernt so besser, als wenn du es mit zu vielen neuen Aufgaben verwirrst.

Natürlich muss auch dein „Belohnungssystem“ auf das jeweilige Pferd und seinen Ausbildungsstand angepasst werden.

Trabt es beispielsweise das erste Mal auf dem Zirkel um dich herum, darfst du es viel deutlicher Anfeuern und es viel kürzer traben lassen, um es zu bestärken.

Gehört das Traben auf dem Zirkel hingegen zu eurer täglichen Arbeit, gibt es nicht mehr für jeden richtigen Schritt ein Feuerwerk der Gefühle – sondern erst später. Man wächst schließlich mit seinen Aufgaben 😉

Vielleicht stellst du dir nun mal die Frage, wie leicht oder schwer es dir fällt, dich auf jedes Pferd neu einzustellen oder ob du vielleicht sogar dazu neigst, jedem Pferd „deine Trainingsmethode“ „überstülpen“ zu wollen.

Vielleicht wäre vieles sogar leichter, wenn du während des Trainings flexibler wärst und deine Energie und Ausstrahlung noch bewusster steuern könntest – schließlich hat jedes Pferd energetischere und weniger energetische Tage.

Das ist alles andere als einfach, denn Dinge, die wir „schon immer so“ gemacht haben, sind uns oft schon lange in Fleisch und Blut übergegangen.

Oft hinterfragen wir gar nicht mehr, ob es in diesem Moment mit diesem Pferd einen anderen Weg gäbe, der es uns und dem Pferd leichter machen würde.

Ich möchte dich heute dazu aufrufen, wieder mehr zu hinterfragen und zu durchdenken.

Und deine „Trainerfähigkeiten“ auf ein neues Niveau zu heben.

Du kannst von jedem Pferd etwas lernen – auf seine ganz eigene und besondere Weise.

Das eine Pferd lehrt dich Geduld, ein anderes vielleicht Körperspannung, das nächste besonders feine Signale.

Sieh jedes Pferd als einen Lehrmeister mit dem du durch euer gemeinsames Training zusammen wachsen darfst – und eben auch zusammenwachsen darfst.

Natürlich gibt es auch dazu heute wieder ein kurzes Video – denn Videos können in vielerlei Hinsicht unheimlich wertvoll sein!

 

In diesem Sinne viel Spaß beim Ausprobieren 😉

Alles Liebe

Deine Kenzie

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