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Manege frei! Brauchst Du noch mehr Abwechslung in Eurem Pferdetraining?

Ich möchte Dir heute noch ein bisschen Input geben, wie viele kreative Möglichkeiten Du hast, um Deinem Pferd Tricks bei zu bringen. Und ich zeige Dir, dass bei den „klassischen Lektionen“ noch lange nicht Schluss sein muss!

Aber warum eigentlich Zirkuslektionen?

Kurz gesagt: Sie sorgen für Abwechslung im Training und motivieren die meisten Pferde einfach ungemein. Vor allem sorgen sie dafür, dass Dein Pferd beginnt wieder aktiv mitzudenken – und nach eigenen Lösungen zu suchen. Davon wirst Du langfristig auf jeden Fall auch unter dem Sattel profitieren!

Denn es gibt nichts schöneres als ein Pferd, das sich aktiv darum bemüht alles richtig zu machen, oder?

Mit Hilfe von Zirkuslektionen lernt Dein Pferd auf spielerische Art, dass es sich nur lohnen kann mitzudenken. Das sorgt am Ende des Tages dann auch für mehr Vertrauen – und die noch engere Beziehung, die wir uns mit unseren Pferden alle wünschen.

Wie funktioniert’s?

Zirkuslektionen sind in Sachen Training genauso aufgebaut, wie alle anderen Trainingslektionen es sein sollten: Dem Pferd wird in kleinen Schritten gezeigt, was wir uns von ihm wünschen – und dafür wird es von uns belohnt.

Was so logisch klingt, ist es im Alltag leider nicht immer: Denn wir Menschen machen uns (und damit auch unserem Pferd) beim Reiten viel mehr Druck als bei den Zirkuslektionen. Ob mein Pferd sich in 3 Monaten ablegen kann ist uns oft weniger wichtig, als ein ausbalancierter Galopp.

Es geht also darum, uns erstmal frei von allen Erwartungen zu machen, die uns im Pferdetraining so oft behindern.

Das ist bei den Zirkuslektionen oft leichter – Du darfst das aber wie gesagt auch gern in Deinen „anderen Trainingsalltag“ integrieren. Das bedeutet jedoch nicht, dass Du kein finales Bild mehr im Kopf haben solltest, wo Eure gemeinsame Reise und natürlich der aktuelle Trainingsschritt hinführen soll.

Denn wir hatten es ja schon von inneren Bildern: Sie bewirken beim Pferd wirklich etwas! Dann heißt es nur noch Spaß haben und die Freude über jeden kleinen Schritt in die richtige Richtung mit dem Pferd teilen 😉

Jetzt aber mal Butter bei die Fische!

Ich möchte Euch heute erklären, welche lustige „Lektion ohne Sinn“ ich meinen Pferde noch beigebracht haben – die immer wieder für amüsierte Lacher sorgen!

Es geht dabei um eine recht einfach Übung: Das Kopfschütteln.

Viele Pferde lernen diese Übung sehr schnell, auch wenn man immer aufpassen muss, das Training nicht zu übertreiben! Denn vor allem kopfscheue Pferde, die ein Problem damit haben, am Kopf angefasst zu werden, sind keine guten Kandidaten für diese Übung. Sie könnte das Problem mit den Berührungen am Kopf noch verschlimmern!

Lässt sich Dein Pferd jedoch gut am Kopf anfassen, hat es diese Übung meist auch schnell in wenigen Minuten verstanden – und Du solltest sie sowieso am Anfang nicht länger üben 😉

Kopf schütteln auf „Kommando“

Um Dein Pferd nun dazu zu bringen, das erste Mal den Kopf zu schütteln, „kitzle“ ich es vorsichtig am Ohr. Dabei reicht es oft schon die feinen Härchen am Ohransatz zu berühren, um das Pferd zu einem leichten Kopfschütteln zu animieren. Das reicht uns zu Beginn völlig und wir belohnen das Pferd für diese Bewegung!

Das wichtigste: Gib von Anfang an ein Stimmsignal! Dein Pferd soll nämlich keinesfalls lernen, den Kopf immer zu schütteln, sobald Deine Hand sich in die Nähe des Ohrs bewegt! Schließlich soll es sich dort auch in Zukunft noch gut anfassen lassen 😃

Ich verwende dafür meistens ganz klassisch das Wort „Nein“. Besonders lustig kann es aber werden, wenn Du das Wort „Oder?“ als Signal verwendest. Bei einigen meiner Pferde habe ich mir nämlich einen Spaß daraus gemacht, ihnen vor Publikum eine Frage zu stellen, die mit „Oder?“ aufhört – woraufhin das Pferd dann den Kopf schüttelt.

Das kann ziemlich lustig sein, wenn Du Dein Pferd beispielsweise fragst: „Meine Begleitung sieht heute aber gut aus, oder?“ – und es daraufhin mit dem Kopf schüttelt 😀

So hast Du sozusagen schon die „erste Publikumsattraktion“ ohne viel Aufwand! Und vor allem diese Kleinigkeiten, machen mir oft ziemlich viel Spaß! In meinem Video zeige ich Euch natürlich wieder in einem kurzen Ausschnitt, wie die ersten Schritt aussehen – und wie das Kopfschütteln am Ende aussehen soll.

 

Mit diesem Kommando wurden jedenfalls schon ganze Fotostrecken gemacht – und auch ich finde, dass es einfach immer irgendwie toll aussieht, wenn Mähne und Schopf durch die Gegend fliegen!

In diesem Sinne ganz viel Spaß beim Üben – und dabei den Erwartungsdruck einfach mal etwas nach unten zu schrauben. Du wirst sehen, dass Du und Dein Pferd davon unheimlich profitieren. Und sich ab und an so manchen Knoten löst, an dem Du Dir bisher die Zähne ausgebissen hast 😉

Alles Liebe

Deine Kenzie

​"So startest Du erste Führübungen in der Freiarbeit..."

DIE ERSTE FÜHRÜBUNG