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Ein Knoten ist in eurem Training – wie Du ihn lösen kannst

Vielleicht kennst du es aus dem Training mit deinem Pferd auch:

Ihr startet super, alles läuft wie am Schnürchen – doch plötzlich ist irgendwie der Wurm drin. Es klappt einfach nicht mehr so richtig und du weißt nicht, wie du “den Knoten” bei dir und deinem Pferd wieder lösen kannst.

Ich möchte dir heute ein paar Anregungen geben, was du tun kannst, wenn du während des Trainings mal nicht weiter weißt.

Denn Strategie und Selbstreflexion sind dabei grundsätzlich alles 😉

Der erste Check-Up

Wenn du mit deinem Pferd an einem Punkt bist, an dem es gerade für euch beide nicht weiter geht, hilft es in fast allen Fällen, wenn du einmal kurz innehältst und eine kurze Bestandsaufnahme machst, wie es zu diesem “Problem” gekommen ist.

  • Was genau wünsche ich mir gerade von meinem Pferd? Habe ich selbst ein konkretes Bild, was ich meinem Pferd vermitteln möchte?
  • Ist mein Pferd psychisch und physisch dazu in der Lage, meinen Wunsch auch umsetzen zu können?
  • Hat mein Pferd die Aufgabe verstanden?
  • Habe ich ihm die passende Hilfestellung und genügend Zeit zur Umsetzung gegeben?
  • Habe ich den kleinsten Schritt in die richtige Richtung belohnt?
  • Ist mein Pferd motiviert, meinen Wunsch umzusetzen?

In der Regel entsteht ein “Knoten” bei einer dieser Fragen.

Und herauszufinden, wo die Ursache liegt, ist ein riesiger Schritt dahin, dass der Knoten auch wieder platzt!

Schließlich wollt ihr vor allem beide Spaß miteinander haben – und eure gemeinsame Zeit genießen können!

Lass dich aber bitte trotzdem nie von solchen Herausforderungen demotivieren!

Sie gehören zum Pferdetraining nämlich genauso dazu, wie eure gemeinsamen Erfolge!

Schließlich ist “Kommunikation” grundsätzlich die Chance, sich nicht immer zu verstehen, sondern sich auch mal misszuverstehen.

Vor allem, wenn man nicht die gleiche Sprache spricht 😉 Selbst bei unseren menschlichen Freunden kommt es ja ab und an mal zu einem Missverständnis – und meistens hilft nur darüber reden.

Behalte dieses Bild auf jeden Fall auch für dein Pferd im Hinterkopf.

Denn Pferde verstehen dich nicht absichtlich nicht.

Es kann zwar sein, dass es Momente oder Tage gibt, an denen sie so abgelenkt sind, dass sie gar nicht richtig zuhören können, doch dann hilft es meistens, wenn du ein paar Schritte zurück gehst und für diesen Moment nur an eurem gemeinsamen Fundament arbeitest – an der Basis, dass man sich eben doch zuhört und es Regeln gibt, die einfach immer gelten. (Zum Beispiel nicht beißen, treten, rempeln, usw.)

Oft liegt es jedoch gar nicht an nicht eingehaltenen Regeln, wenn es zu Missverständnissen kommt.

Zumindest nicht, wenn du hier regelmäßig meinen Blog liest.

Ich hoffe, dass sich auch bei dir und deinem Pferd schon ein vertrauter, liebevoller und achtsamer aber genauso konsequenter und klarer Umgang mit deinem Pferd etabliert hat.

Und weil du dein eigenes Handeln hinterfragst, immer wieder beleuchtest und so viel dafür tust, dich weiter zu bilden und ein besserer Trainer für dein Pferd zu werden, hast du auch bei allen Problemen den Schlüssel in der Hand, den Knoten zu lösen.

Ich hoffe, du siehst das eher als Vorteil denn als Nachteil – schließlich hast du damit auch weiterhin in jeder Situation “die Zügel in der Hand” und entscheidest, ob diese Herausforderung die Beziehung zu deinem Pferd enger werden lässt oder ob ihr euch voneinander entfernt.

Wie gut eine Beziehung ist entscheidet sich nämlich nicht in guten Zeiten – euer Fundament wird vor allem in schwierigen Momenten auf den Prüfstand gestellt und hat dadurch die Chance sich weiterzuentwickeln.

Schaue also nochmal genau hin.

Wodurch ist der Knoten entstanden? Ist dein Pferd heute zu abgelenkt, unkonzentriert, ungeduldig um die Übung auszuführen? Vielleicht kannst du es ein paar Runden an der Longe toben lassen, bevor du es wieder in die ruhige und konzentriere Arbeit nimmst.

Vielleicht hilft es aber auch, einen oder mehrere Schritte zurück zu gehen.

Vielleicht war dein Pferd noch nicht soweit, fühlt sich überfordert oder weiß nicht genau, was es tun soll. vertraute Übungen geben ihm wieder Selbstvertrauen, richten den Fokus auf etwas positives, schaffen Erfolg.

Und oft hilft es, noch einmal die “ältere und vielleicht ungenauere” Ausführung einer Übung zu loben und zu bestätigen, um dann in vielen kleinen Schritten in die richtige Richtung mit einem positiven Gefühl weiter machen zu können.

Denk immer daran: Zu Beginn reicht schon der winzigste Schritt, den du loben kannst – denn dann versteht dein Pferd leichter, in welche Richtung es weitergehen soll. Kleine Schritte halten dich nicht auf – sie bringen dich schneller voran!

Konsequenz ist dabei das A und O.

Denn wenn dein Pferd sich nicht auf dich und deine Handlungen verlassen kann, wird es unsicher und bekommt das Gefühl selbst auf sich aufpassen zu müssen.

Dabei hilft es oft wenn du lächelst, obwohl dir nicht danach zumute ist.

Das hilft nämlich dabei, trotz allem immer eine positive Arbeitsatmosphäre zu erhalten – Frust oder Wut sind im Pferdetraining nämlich grundsätzlich nie gute Begleiter, wenn du von deinem Pferd als souveräner und verlässlicher “Herdenchef” gesehen werden möchtest.

Habe dabei jedoch immer Verständnis für dein Pferd – und versuch dich in seine Lage zu versetzen.

Hört es dir nicht zu, weil du als Trainer noch wachsen musst?

Perfekt, denn dann ist jetzt genau der richtige Moment, deinem Pferd zu zeigen, dass dich sein Verhalten nicht aus der Ruhe bringt und du so lange höflich fragst, bis es dir die gewünschte Antwort geben kann. 

Auch wenn du das Gefühl hast, dass du und dein Pferd aus der heutigen Trainingseinheit nichts mehr positives heraus holen können, solltest du versuchen immer einen positiven Abschluss zu finden.

Im besten Fall ein kleines Schrittchen in die richtige Richtung (je nach der Übung, die euch grade verzweifeln lässt) oder generell mit einem Erfolgserlebnis für euch beide.

Denn den letzten Moment eurer Einheit werdet ihr zum Start in die nächste wieder mitnehmen. Und auch wenn ihr heute beide einen schlechten Tag habt: Irgendetwas, um positiv abzuschließen, findet sich immer!

Und wenn du gerade nichts findest, musst du eben noch länger danach suchen 😉

Denk daran: Ein positiver Abschluss muss nicht perfekt sein!

Nur ein Schritt in die richtige Richtung. Etwas, wofür du dein Pferd loben und ihr beide mit einem halbwegs guten Gefühl aus der Einheit heraus gehen könnt.

Im heutigen Video erkläre ich dir zum Abschluss nochmal kurz, was du tun kannst, wenn du das Gefühl hast, dass es mit deinem Pferd nicht so richtig klappt und euch die Motivation und der gemeinsame Spaß etwas fehlt!

 

In diesem Sinne viel Spaß beim “Knoten lösen”! Und ja, das meine ich ernst 😉 Denn wenn du in jedem Knoten das Potential siehst, gemeinsam zu wachsen, machen die Herausforderungen irgendwann sogar Spaß!

Alles Liebe,

Deine Kenzie

"So startest Du erste Führübungen in der Freiarbeit..."

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