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„Gutes Training“ – was verbirgt sich dahinter?

So langsam ist der Sommer wirklich in Sicht!

Und das bedeutet, dass du – auch wenn du keine Reithalle über den Winter hattest – wieder so richtig los legen kannst!

Deshalb möchte ich heute mit dir gemeinsam darüber nachdenken, wie gutes Training überhaupt funktioniert, und worauf es dabei eigentlich ankommt.

In kleinen Schritten

Geht es daran das Training zu beginnen oder wieder aufzubauen, gibt es grundsätzlich einen „Zaubertrick“. Denn in vielen kleinen Schritten kommt man viel weiter als in wenigen großen!

Gutes Training profitiert also zuallererst von der „Regelmäßigkeit“.

Ganz egal ob es um Zirkuslektionen, Freiheitsdressur, gymnastizierende Arbeit oder Ausritte geht: Du solltest die Anforderung an dein Pferd immer langsam steigern und auf keinen Fall zu schnell zu viel verlangen!

Stundenlanges Training nützt deshalb niemandem – weder der Motivation deines Pferdes, seiner Konzentrationsfähigkeit und auch nicht der Muskulatur.

Kleine, effektive Trainingsimpulse sind da um vieles wertvoller!

Das bedeutet jedoch nicht, dass du dein Pferd nie an „seine Grenzen“ bringen darfst – auch das fördert die Entwicklung und erweitert die Komfortzone. Du darfst es damit jedoch nie übertreiben!

Tut sich sein Pferd beispielsweise schwer auf dem kleinen Zirkel um dich herum, wird es nicht in seine Balance und Kraft finden, wenn du es gar nicht um dich herum zirkeln lässt – aber auch nicht, wenn du eine halbe Stunde zirkeln von ihm verlangst.

Die richtigen Fragen stellen

Bei jedem Training stellt sich also zuerst die Frage:

Wo sind die Stärken und Schwächen meines Pferdes? Und wie kann ich die Stärken ausbauen und an den Schwächen arbeiten – und meinem Pferd gleichzeitig den Spaß daran erhalten?

Hat dein Pferd beispielsweise Probleme damit, wirklich Last auf die Hinterhand aufzunehmen?

Indem du es „nur“ vorwärts reitest, wird diese Baustelle mit der Zeit größer (und es kommen vielleicht gesundheitliche dazu) – verlangst du jedoch sofort von deinem Pferd eine perfekte Piaffe, werdet ihr beide verzweifeln, weil dein Pferd die nötige Hankenbeugung einfach noch nicht leisten kann.

Der Schlüssel liegt in den kleinen Schritten: Kräftige die Hinterhand, indem du deinem Pferd zum Beispiel die Bergziege beibringst. Lasse es eine Idee von korrektem Untertreten bekommen, indem du Seitengänge und Schulterherein mit ihm übst.

Zwischen Kraft, Ausdauer & Konzentration

Grundsätzlich gilt: Du arbeitest entweder an der „Kraft“ oder der „Ausdauer“ – du solltest nie beides gleichzeitig steigern!

Stell dir vor du gehst mit deinem Pferd ins Gelände.

Zu Beginn solltest du vor allem viel und lange Schritt gehen – das steigert die Ausdauer deines Pferdes schonend und „schnell“ (mit 3x ist es natürlich nicht getan). Du kannst deine Runden dann langsam immer weiter vergrößern und dein Pferd länger und damit weiter (mehr Kilometer) Schritt gehen lassen, um die Ausdauer weiter zu steigern.

Du kannst bei gleicher Strecke jedoch auch an der „Kraft“ arbeiten, indem du das Tempo erhöhst und mehr Trab und Galopp in deine Runde aufnimmst. Die Strecke UND das Tempo solltest du niemals gleichzeitig erhöhen!

Diese Regel kommt aus dem Distanzsport und lässt sich natürlich auch auf das Training in der Bahn, die Freiheitsdressur oder Zirkuslektionen übertragen.

Startest du beispielsweise mit Zirkuslektionen, solltest du erst an einer Übung arbeiten und nicht direkt mit 5 neuen Lektionen starten.

Sitzt die erste Übung halbwegs (die erste Lektion wird vom Pferd später oft gern zum Betteln genutzt, wähle also eine Lektion mit der du leben kannst, bis dein Pferd und du die Signalkontrolle im Griff haben) kannst du mit der nächsten Übung starten, solltest dir aber eine Übung aussuchen, die dein Pferd von der ersten gut unterscheiden kann.

Die „Signalpunkte“ sollten deshalb nicht zu nah beieinander liegen und vor allem am Anfang nicht oben und unten am rechten Vorderbein sein, sondern klarer voneinander abgegrenzt, damit du dein Pferd nicht verwirrst und es vor allem den Spaß an den Tricks behält.

Du solltest deshalb auch in der Freiarbeit die Anforderungen nur langsam steigern.

Wusstest du beispielsweise, dass ein Muskel bis zu 48h (teilweise sogar länger!) braucht, um sich von einer Anstrengung zu erholen?

Schwitzt dein Pferd also und strengt sich wirklich an, solltest du das am nachfolgenden Tag bei deinem Training berücksichtigen um es nicht zu überfordern.

Abwechslung durch unterschiedliche Trainingsreize machen also definitiv Sinn!

Deshalb bewege und trainiere ich meine eigenen Pferde auch immer sehr vielseitig: Vom schweren Dressurtraining über entspannte Geländeritte, Freiheitsdressur am Boden, Zirkuslektionen, Reiten mit der Garrocha oder nur am Halsring gebe ich meinen Pferden vielen verschiedene Impulse, die sie körperlich und geistig fit, motiviert und leistungsbereit halten.

Hast du all diese Trainingsvarianten selbst schon ausprobiert?

Jede Trainingsart hat einen eigenen Ansatz im Training – und schafft andere Anreize beim Pferd. Denn ich will nicht nur den Körper meiner Pferde trainieren, sondern auch ihren Geist! Und gleichzeitig sollen sie natürlich fit und gesund bleiben – das ist schließlich das wichtigste!

Gutes Training ist und bleibt dabei ein sehr wichtiger Faktor neben der Haltung und Fütterung – und ich hoffe, ich konnte dir dafür ein paar neue Ideen und Gedankenanstöße liefern.

 

Alles Liebe,

Deine Kenzie

"So startest Du erste Führübungen in der Freiarbeit..."

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